Derzeit können nur weniger als ein Drittel der häuslich versorgten Palliativpatienten zu Hause sterben, obwohl dies der Wunsch der meisten Menschen ist. Beispielsweise leidet die Hälfte aller Tumorpatienten unter mittleren bis starken Schmerzen und depressiven Verstimmungen, ein Viertel lebt in Angst. Über 80 Prozent klagen über drei und mehr gravierende und sie sehr belastende Symptome gleichzeitig.

 

Angehörige sind häufig am stärksten in die Versorgung der Patienten eingebunden. Besonders die Begleitung der letzten Lebensphase erfordert großes Engagement und Aufopferung. Dies hinterlässt Spuren – physisch wie auch psychisch.

 

Das zentrale Anliegen der Palliativversorgung / der Begleitung am Lebensende, ist die Berücksichtigung der Ziele und Wünsche der Betroffenen, unter Einbeziehung von speziell geschulten Pflegekräften, Ärzten, Psychologen, Seelsorgern und Sozialarbeitern.

 

Ziel der palliativen Begleitung ist eine ganzheitliche Versorgung, über die körperliche Symptomatik hinaus. Spirituelle Bedürfnisse sowie psychisch und sozial belastende Situationen am Ende des Lebens benötigen behutsame Unterstützung durch ein kompetentes, interdisziplinäres Team.

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